Ein Online-Shop ist 2026 kein Webdesign-Projekt mehr — er ist Vertriebsmaschine, Logistik-Schnittstelle und Marketing-Plattform in einem. Wer in München einen Shop bauen lässt, hat die Wahl zwischen drei großen Welten: Shopify, WooCommerce und Custom. Welche passt zu euch — und welche teuren Fehler ihr vermeidet — zeigt dieser Guide.
Die Plattform-Entscheidung: das wichtigste Kapitel
90 % aller gescheiterten Shop-Projekte starten mit der falschen Plattformwahl. Der Grund: Plattformen werden nach Hörensagen gewählt, nicht nach Anforderungen. Die ehrliche Matrix:
| Anforderung | Shopify | WooCommerce | Custom |
|---|---|---|---|
| Time-to-Market | 6–10 Wochen | 8–14 Wochen | 16+ Wochen |
| Setup-Kosten | 9.000–25.000 € | 8.000–20.000 € | ab 35.000 € |
| Monatliche Kosten | 39–399 € | 50–200 € Hosting | 300–2.000 € |
| Skalierung | Bis 50 Mio. € easy | Bis 5 Mio. € okay | Unbegrenzt |
| Marketing-Integration | Beste der Branche | Solide via Plugins | Custom-Build |
| Internationalisierung | Top mit Markets | Plugin-abhängig | Custom |
| Headless möglich | Ja (Hydrogen) | Ja (WPGraphQL) | Natürlich |
Shopify: warum es 2026 die Standardwahl ist
Shopify hat in den letzten Jahren so massiv investiert, dass es für 80 % aller KMU-E-Commerce-Projekte die richtige Wahl ist. Was die Plattform 2026 besonders gut macht:
- Shopify Markets: Multi-Country, Multi-Currency, Multi-Language ohne Hacks
- Shopify Functions: Custom Checkout und Promotionen ohne Workarounds
- Hydrogen + Oxygen: Headless-Architektur für Top-Performance
- Shopify Magic: KI-gestützte Produktbeschreibungen und Bilder
- App-Ecosystem mit 10.000+ Apps für jede Sonderanforderung
- DSGVO-Setup mit deutschen Apps gut handhabbar
Wann Shopify nicht passt
- B2B-Shops mit komplexen Preisstrukturen und Genehmigungs-Workflows
- Marktplätze mit mehreren Verkäufern
- Abo-Modelle mit sehr komplexer Logik (auch wenn Recharge viel kann)
- Sehr individueller Checkout-Flow (bis Shopify Functions reicht)
WooCommerce: für wen es 2026 noch Sinn ergibt
WooCommerce hat in den letzten Jahren an Marktanteil verloren, ist aber für bestimmte Konstellationen weiter sinnvoll. Vor allem dann, wenn ihr bereits ein WordPress-Setup habt und Blog plus Shop unter einem Dach wollt.
Stärken von WooCommerce 2026
- Volle Kontrolle über Code und Daten
- Keine prozentualen Transaktionsgebühren
- Tiefe Content-Marketing-Integration via WordPress
- Open-Source, kein Vendor-Lock-in
- Für DSGVO einfacher selbst zu kontrollieren
Schwächen, die ihr kennen müsst
- Wartungsaufwand (Plugin-Updates, Sicherheits-Patches)
- Performance hängt stark von Hosting und Pflege ab
- Bei Sortimenten über 5.000 Produkten oft Performance-Probleme
- Mehrsprachigkeit erfordert WPML oder Polylang (Aufwand)
Custom-Lösungen: wann sie wirklich rechtfertigen
Custom-Shops (auf Next.js + Commerce-Layer oder ähnlichem) ergeben 2026 nur in vier Fällen Sinn:
- 1Sehr individuelle Geschäftslogik, die keine Plattform abbildet
- 2Strategischer Wettbewerbsvorteil durch eigenen Tech-Stack
- 3B2B mit komplexen Genehmigungs- und Konditionsmodellen
- 4Sehr großes Volumen (100+ Mio. € Umsatz) mit Optimierungsbedarf
Was ein Online-Shop in München 2026 wirklich kostet
| Shop-Typ | Setup | Monatlich | Marketing-Setup |
|---|---|---|---|
| Shopify Basic | 9.000–14.000 € | 39 € + Apps | 2.000–4.000 € |
| Shopify Standard | 14.000–22.000 € | 105–399 € | 3.000–6.000 € |
| Shopify Plus | 30.000–60.000 € | ab 2.000 € | 5.000–12.000 € |
| WooCommerce Standard | 12.000–25.000 € | 80–250 € | 2.500–5.000 € |
| Custom (Next.js + Commerce) | ab 45.000 € | ab 500 € | 5.000+ € |
Das Marketing-Setup ist der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird. Ohne sauberes Tracking, ohne Google Shopping, ohne Meta Catalog ist auch der schönste Shop unsichtbar.
Der Ablauf eines Shop-Projekts in 8 Wochen
- 1Woche 1: Discovery, Sortimentsanalyse, Tech-Stack-Entscheidung
- 2Woche 2: Wireframes, Navigation, Filter-Logik, Checkout-Flow
- 3Woche 3: Design der zentralen Templates (PDP, PLP, Cart, Checkout)
- 4Woche 4–5: Theme-Entwicklung, Produktimport, Zahlung & Versand
- 5Woche 6: Marketing-Integration (Analytics, Google Shopping, Meta Catalog, E-Mail)
- 6Woche 7: QA auf 30+ Geräten, Performance-Optimierung, SEO-Migration
- 7Woche 8: Soft Launch, Live-Stellung, Schulung des Teams
Marketing-Setup, das ab Tag 1 stehen muss
- GA4 mit Enhanced E-Commerce sauber implementiert
- Google Shopping Feed mit allen MPN, GTIN, Verfügbarkeiten
- Meta Pixel mit Conversion API für iOS-Tracking
- TikTok Pixel für Awareness und Retargeting
- Klaviyo oder Mailchimp für transaktionale und Newsletter-Flows
- Trusted Shops oder Trustpilot ab Launch
- Schema.org Markup für Produkte, Reviews, Preise
- Retargeting-Audiences auf Cart-Abandoner
5 Fehler, die Shop-Projekte sprengen
1. Falscher Tech-Stack ohne Anforderungs-Workshop
Wer ohne 90-Minuten-Workshop einfach Shopify nimmt, weil ‚alle das machen', merkt nach 6 Monaten, dass die Mehrsprachigkeit nicht reicht oder das Abo-Modul nicht passt. Stack-Entscheidung gehört ans Anfang.
2. Produktbilder als Nachgedanke
Online-Shops verkaufen über Bilder. Wer mit Smartphone-Bildern auf weißem Plastik-Hintergrund startet, verschenkt Conversion-Rate. Plant Produktfotografie als Teil des Setups.
3. Kein klares Versand- und Retouren-Konzept
Versandkosten sind der Conversion-Killer Nummer 1. Wer ‚Versand on top' kommuniziert, verliert 25 % im Checkout. Plant Versandkosten ein und kommuniziert sie ab Sekunde 1.
4. Mangelhafte Mobile-Experience
65 % aller Shop-Käufe passieren mobil. Wenn euer Shop mobil schlecht aussieht oder langsam ist, verliert ihr 65 % eures Umsatzes — bevor ihr ihn überhaupt hattet.
5. Launch ohne Marketing-Budget
Ein Shop ohne Marketing ist eine Visitenkarte im Kellerregal. Plant von Anfang an Budget für Google Shopping, Meta Ads und Influencer — sonst kommt niemand.
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Wir analysieren euer Sortiment, eure Zielgruppe und eure Wachstumsziele — und empfehlen den Stack, der zu euch passt.
E-Commerce-Beratung anfragenHäufige Fragen
Shopify oder WooCommerce — was ist 2026 besser?+
Was kostet ein Shopify-Shop in München?+
Wie lange dauert ein Online-Shop-Projekt?+
Brauche ich eine Shopify-Agentur oder kann ich selbst bauen?+
Welche Apps brauche ich für meinen Shopify-Shop?+
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